RiechenSuchenFinden – welche und wessen Gedanken stecken dahinter?

 

Mein Name ist Antje Taube und ich biete als Inhaberin von „RiechenSuchenFindenMantrailing zur artgerechten Auslastung für Familienhunde an. Da ich auch in diesem Bereich recht hohe Ansprüche an mich stelle, bekommen meine Kunden bei mir auf und nach den Trails eine fachlich fundierte Anleitung und am Ende ein zusammenfassendes Feedback. So können sie ihren Hunde bei der Suche nach der versteckten Person (VP) gut zuarbeiten, lernen ihren Hund zu lesen und gewinnen durch meine Erklärungen ganz nebenbei auch noch Hintergrundwissen rund um die Themen Mantrailing, Geruch, witterungsbedingte Einflüsse auf die Spur usw. Nur, wer gut informiert und unterwiesen wird, kommt gemeinsam mit seinem Hund voran und kann einen Trail später dann auch ohne Trainer-Unterstützung arbeiten. Und genau das ist das Ziel für meine Teams, das wünsche ich mir, denn es macht unheimlich viel mit Mensch und Hund, wenn sie ihre „Trail-Abenteuer“ zusammen bestehen.

 

George und ich – oder wie und warum ich zum Mantrailing kam

James und GeorgeDie Idee, selbst mit dem Trailen zu beginnen, kam mir, als damals unser Border Terrier George bei uns eingezogen ist. Meine kleine Familie besteht aus meinem Mann und mir und unseren beiden Hunden George und James (Cavalier King Charles Spaniel), mit dem mein Mann ebenfalls trailt. Mit meinem ersten Hund Rocky (Aussie-Mix) war ich viel auf dem Hundeplatz, habe Agility und Turnierhundesport gemacht. Nachdem er im Alter Probleme mit den Gelenken hatte und wir regelmäßig zur Physiotherapie gehen mussten, wollte ich für George eine Beschäftigung, die eben nicht den Bewegungsapparat belastet. Das ist beim Mantrailing gegeben, weshalb es auch bis ins hohe Alter von den Hunden ausgeübt werden kann. Und meine Senioren-Kunden haben so viel Spaß daran! Trotzdem kam ich eher zufällig zum Trailen, hörte sozusagen im Vorprogramm eines Vortrags zum ersten Mal etwas darüber. Dies fiel mir dann wieder ein, als ich mir Gedanken über einen gemeinsamen Hundesport mit George machte. Und ich hatte Glück, denn ich rutschte in eine Trainings-Gruppe, die damals gerade entstand!

 

Vorsicht vor der Trail-Virus-Infektion

Anfangs dachte ich, dass man beim Trailen einfach nur seinem Hund hinterher läuft. In gewisser Weise tut man das auch. Man darf ihn dabei aber nicht stören, versehentlich körpersprachlich beeinflussen und sollte sich hinter ihm neutral verhalten. All das und noch einiges mehr lernte ich von meiner damaligen Trainerin. Das Thema fesselte und faszinierte mich, so dass ich Bücher kaufte, mich weiter informierte und schließlich eine Ausbildung zur Trail-Trainerin und zahlreiche Fortbildungen absolvierte. Der Satz „wenn dich das Trail-Virus einmal befallen hat, lässt es dich nicht mehr los“ traf voll und ganz zu! Seitdem bin ich mit Herzblut dabei, sowohl was das Trailen mit meinem eigenen Hund betrifft, als auch die Arbeit mit meinen Kunden. Ich gebe einfach gerne mein Wissen an andere weiter. Und damit bin ich auch schon bei den Gründen, warum ich heute nicht mehr im Büro sitze und Lohnabrechnungen erstelle, sondern meine Kunden und ihre Hunde bei (nahezu jedem) Wind und Wetter bei ihrer Suche nach der VP begleite.

Der gewagte Schritt in die Selbständigkeit

Die Entscheidung, meinen Job zu kündigen und den Sprung in die Selbständigkeit zu wagen, fiel mir damals nicht leicht. Noch dazu konnte ich durch die langanhaltende Hitzewelle in 2015 anfangs überhaupt keine Werbung schalten, weil das Training sehr oft ausfallen musste. Die Gefahr eines Hitzschlags ist mir einfach zu groß, wenn die Temperaturen stark ansteigen und/oder es auch noch sehr schwül ist. Das Wohl der Hunde steht bei mir IMMER an erster Stelle. Mein Start verlief also nicht allzu glücklich und es kamen schnell erste Zweifel auf. Aber ich bin dran geblieben und mittlerweile bin ich mit der Anzahl meiner Kunden sehr zufrieden.

 

Was mit dem Hund auf und nach dem Trail passiert

Hund nach dem Mantrailing

„Hund nach dem Mantrailing“

Außerdem werden beim Trailen zahlreiche Hormone ausgeschüttet, die den Hund glücklich und zufrieden machen und Stresshormonen entgegen wirken (starke Stressoren sind auf dem Trail zu vermeiden, da niemand unter Stress lernen kann). Auch das sogenannte „Bindungshormon“ Oxytocin wird ausgeschüttet, so dass Mensch und Hund noch enger zusammen wachsen. Das zeigt sich u.a. dadurch, dass sehr viele Hunde nach dem Trail-Training Zuhause sehr anhänglich sind, Körpernähe zu ihrem Besitzer suchen und kuscheln möchten. Ich genieße diese Momente immer sehr und nehme mir dafür auch bewusst die Zeit, die mein George dafür haben möchte.

Möglichkeiten und Unterstützung für schwierige Hunde

Da der Hund beim Trailen – gemeinsam mit seinem Menschen – Aufgaben selbständig lösen lernt, steigert dies ganz nebenbei auch sein Selbstvertrauen. Deshalb eignet sich Mantrailing auch und gerade für unsichere und ängstliche Hunde. Man kann dabei durch geschicktes Training gute Erfolge erzielen, so dass manche Dinge dann auch im Alltag nicht mehr allzu gruselig sind, weil mit der Zeit eine Generalisierung stattfindet und der Hund dies überträgt. Dadurch, dass die VP am Ende Futter dabei hat, finden auch Hunde, die ein Thema mit Menschen haben, schnell heraus, dass Zweibeiner auch einfach toll sein können. Und auch Hunde, die sich nicht mit Artgenossen vertragen, diese anbellen und in die Leine springen, ignorieren ihre „Feinde“ nach einer gewissen Zeit während des Trail-Trainings, weil sie mit der Suche einfach „wichtigeres“ zu tun haben und reagieren auch in alltäglichen Situationen nicht mehr so heftig. Das sind für mich immer die tollsten Erfolge, über die ich mich zusammen mit den Besitzern riesig freue. Und mit dem vorherigen Hund meines Mannes, Jaques, konnten wir diese sogar selber erleben.

Trailen ist Teamarbeit

Was George und mich betrifft, so haben wir beim wöchentlichen Training mit meiner Kollegin und Freundin Anette immer sehr viel Spaß. Aber natürlich gehört auch eine gewisse Ernsthaftigkeit dazu und der Wille, Dinge richtig zu machen, um den Hund bestmöglich bei seiner Arbeit zu unterstützen und ihBeim Mantrailingm dadurch stressige und kräftezehrende Situationen zu ersparen. Diese entstehen z.B., wenn gegen den Hund gearbeitet, er geschoben oder gezogen wird. Natürlich läuft es auch bei uns nicht immer rund. Dafür spielen zu viele Faktoren mit, vor allem auch die eigene Tagesform und die des Hundes. Dessen muss man sich bewusst sein und davon darf man sich nicht frustrieren oder entmutigen lassen. Niemand ist perfekt, wir nicht und unsere Hunde auch nicht. Das muss man sich ein- und ihnen zugestehen und das schadet der eigenen Entwicklung keinesfalls, denn übertriebener Ehrgeiz ist auch beim Trailen nicht angebracht.

 

Was bringt die Zukunft?

Neo beim MantrailingDamit sich Mantrailing Trainer weiter fortbilden und ihr Wissen vertiefen können, biete ich seit diesem Jahr entsprechende Workshops und Seminare an. Dabei besteht auch die Möglichkeit, dass ich diese individuell an den Bedürfnissen der Teilnehmer ausrichte. Aber auch allgemeine Seminare werden stattfinden. Mein Wunsch ist es, dass den Kunden qualitativ hochwertiges Training angeboten wird, dass der Trainer über ausreichend Fachwissen verfügt. Sowohl beim Legen eines Trails als auch beim Führen der Teams kann viel falsch gemacht werden. Andererseits können Hund und Mensch durch gut geplante Trails in ihrem Lernfortschritt unterstützt und entsprechend gefördert werden, man muss nur wissen, wie man es anpackt. Deshalb helfe ich hier dann auch gerne weiter, denn das Wohl der Hunde steht – zumindest bei mir – immer an erster Stelle.

Und jetzt seid ihr dran – probiert es aus!

Ich hoffe, dass durch meinen kleinen Bericht der/die ein oder andere nun auch Lust hat, sich einmal in die Geruchswelt seines Hundes entführen zu lassen, sich einen guten Trainer zu suchen und gemeinsam in die Spur einzutauchen und sich auf die Suche nach der VP zu begeben. Es macht einfach riesengroßen Spaß und bietet Hund und Mensch so viele Möglichkeiten!

Website und weitere Infos

Meine Website mit weiteren Infos und Blog-Artikeln findet ihr unter www.RiechenSuchenFinden.de, bei Facebook könnt ihr mich auf meiner Unternehmensseite „RSF Mantrailing“ besuchen.