Der Barbet ist eine von der FCI anerkannte Hunderasse mit Ursprung in Frankreich. Die Hunderasse ist in der Gruppe 8 Apportierhunde – Stöberhunde – Wasserhunde in der Sektion 3 Wasserhunde mit Arbeitsprüfung im FCI Standard 105 gelistet. Ein mittelgroßer Hund mit wuscheligen und wolligen Fell. Er wird heute noch gerne für die Jagd insbesondere in Frankreich eingesetzt. Wer diesen Hund nicht zu jagdlichen Zwecke führen möchte, der sollte dafür sorgen seinen Barbet entsprechend mit Hundesportarten wie Dummy- und Apport Spielen auszulasten.

barbet

Bildquelle: Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=854180

Allgemein:

Widerristhöhe Rüde:

57 – 66 cm

Widerristhöhe Hündinnen:

52 – 62 cm

Gewicht: Rüde:

17 – 28 kg

Gewicht Hündinnen:

17 – 28 kg

Lebenserwartung:

13 – 15 Jahre

Farbe:

schwarz, grau, braun, lohfarben (falb), sandfarben, weiß, gescheckt

Herkunft / Ursprungsland:

Frankreich

Geschätzte Züchterpreise ab:

Noch keine Daten hinterlegt.

Attribute:

Früher geeignet als:

Jagdhund / Kriegshund / Begleithund

Heute geeignet als:

Jagdhund / Familien- und Begleithund

Erscheinungsbild der Rasse:

Meist einfarbiges, dichtes, wuschliges, wolliges Fell, welches meist die Augen des Hundes bedeckt und der pefekte Schutz gegen Kälte ist. Mittelgroße Statur. Kurzer und kräftiger Hals. Die Rute des mittelgroßen Hundes ist leicht erhoben.

Wesen / Charakter:

Neugieriger, ausgeglichener und aufgeweckter Hund mit Jagdinstinkt. Er gilt als von sich aus sehr wissbegierig und verfügt über ein lernbereites Wesen.

Erziehung:

Durch seinen sensiblen Charakter muss man sehr behutsam und spielend mit der Annährung und den Trainingseinheiten vorgehen. Der Barbet verfügt über einen ausgeprägten Jagdtrieb, sodass dieser kontrolliert trainiert werden sollte. Bemerkt er jedoch Schwächen des Besitzers in seinen Handlungen, so fängt er an, ein dominateres Verhalten zu zeigen und leicht dickköpfig zu werden.

Pflege:

Normale Fellpflege. Regelmäßiges Kämmen der langen Haare. Einmal im Jahr scheren, damit sich die Haare nicht verfilzen.

Haltungsanspruch:

Auf körperliche Auslastung sollte unbedingt geachtet werden. Die Rasse wurde als Jagdhund für Wassertiere gezüchtet. Daher sollten Apportspiele, Dummyarbeit usw. mit in das Training eingebaut werden. Ausreichend Bewegung ist besonders wichtig. Nicht geeignet für Stadtwohnungen. Ideal wäre ein großes Gartengrundstück mit eigenem Teich.

Futterbedarf:

Normaler rassetypischer Futterbedarf.

Rassetypische Krankheiten:

Hüftgelenks- und Ellbogendysplasie, Entropium, Lebershunt

Einreiseverbote / Rasseliste:

Keine Verbote / Einreisebeschränkungen usw. für diese Hunderasse bekannt oder hinterlegt.

Für Hundeallergiker geeignet:

In der Regel ist der Barbet nicht für Hundeallergiker geeignet.

Wissenswertes:

Geschichte:

Es handelt sich um eine sehr alte Rasse und wohl einer der ältesten Wasserhunderassen. Im 6. Jahrhundert sollen das Nomadenvolk der Mauren von Nordafrika Ihre Hütehunde mit nach Spanien und/oder Portugal gebracht haben. Von dort aus erfolgte die schrittweise Verbreitung in Europa. 1483 erschien die Abhandlung dem Comte de Foix von Gaston Phoebus über die Jagd. Auf einer Illustration ist ein Hundepaar mit geschorenen Beinen zu sehen, die der heutigen Rasse ähneln. In Jacques du Fouilloux Werk wird der Barbet 1553 erwähnt. 1583 wird im Werk „Plaisir des Champs” von Claude Gauchet über eine Entenjagd mit Falken und Barbets gesprochen. Markahm aus England berichtet in seinem 1621 erschienen Buch über die Jagd des Water Dogs nach Wasservögeln. 1683 wird im Buch „Le parfait Chasseur„ die Otterjagd mit Barbets erklärt. Im 1684 veröffentlichten Universalwörterbuch von Antoine Furetière werden die Haupteigenschaften des Barbet wie folgt beschrieben: „Gelockte Hunde. Ihre Haupteigenschaft ist das Apportieren“. Beschrieben wird die große Hunderasse im 1798 veröffentlichten „Histoire Naturelle“. 1751 und 1780 wurde die Rasse in der Enzyklopädie von Diderot-Alembert erwähnt. Im 18. Jahrhundert fing man in England an, den Barbet mit dem Setter zu kreuzen. Daraus entwickelte sich der English Water Spaniel, der den Barbet immer mehr verdrängte. In Frankreich fing man an den Hund mit kleineren Hunderassen zu kreuzen, damit er für die Damen in der gehobenen Gesellschaft als Begleithund dienen konnte. Der große Barbet existierte weiter parallel als Jagdhund. Im 19. Jahrhundert zu Zeiten Napoleons setzte man den Barbet sogar als Militärhund ein. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts stieg die Nachfrage nach den Barbets stetig an. Erst in den 1970er Jahren wuchs das Interesse an diesen Hunden wieder erneut.

Weitere Namen / Spitznamen:

Great Water Dog, Pudelhund, Caniche Duck Dog, Water Spaniel, Pudel

Namen in anderer Sprache:

Englisch: French Water Dog
Französich: Barbet
Deutsch: Französischer Wasserhund
Spanisch: Perro de Agua Francés

Namensherkunft:

Barbet oder Caniche leitet sich vom französichen Wort „Canard“ ab, was übersetzt in das Deutsche „Ente“ bedeutet. Da dieser Hund ein ausgezeichneter Wasserjäger u. a. für Wasservögel wie die Ente war und ist wurde dieser Name gegeben.

Besonderheit / Kurioses:

Er könnte der Vorgänger des Pudels und des Irish Water Spaniels sein. Es wird zwischen zwei verschieden Größen unterschieden nämlich den “Grossen Wasserhund” (Great Water Dog oder Grand Barbet) und den “Kleineren Wasserhund”. Der Barbet gilt als vom Aussterben bedroht. Nur noch rund 500 Tiere existieren weltweit.

Berühmtheiten:

Keine Barbet Berühmtheiten bekannt!

Zuordnung:

FCI Gruppe:

8 Apportierhunde – Stöberhunde – Wasserhunde

FCI Sektion:

3 Wasserhunde. Mit Arbeitsprüfung

FCI Standard:

105

Datum d. endgültigen Anerkennung der Rasse durch die FCI:

04.12.1954

Datum der Publikation des gültigen offiziellen Standards:

21.02.2006

Adressen:

Vereinsadressen:

VBBFL e.V. Verein für Französische Vorstehhunde

Zuchtadressen:

Noch keine Daten hinterlegt.

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Fazit:

LERNBEREITSCHAFT - UNWILLIG BIS MOTIVIERT 90Punkte
HALTUNG - EINFACH BIS SCHWER 70Punkte
AUSLAUF - WENIG BIS VIEL 80Punkte
PFLEGE - WENIG BIS VIEL 60Punkte
JAGDTRIEB - NICHT VORHANDEN BIS AUSGEPRÄGT 80Punkte
FAMILIENHUND - UNGEEIGNET BIS GEEIGNET 60Punkte
SPORTHUND - UNGEEIGNET BIS GEEIGNET 90Punkte
WACHHUND - UNGEEIGNET BIS GEEIGNET 20Punkte
UMGANG MIT KINDER - UNGEEIGNET BIS GEEIGNET 60Punkte
STADTHUND - UNGEEIGNET BIS GEEIGNET 10Punkte

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