Der Aïdi in Deutschland geläufig Aidi geschrieben ist eine von der FCI anerkannte Hunderasse mit Ursprung aus Marokko. Die Hunderasse ist in der Sektion 2 Molossoide Berghunde Ohne Arbeitsprüfung in der Gruppe 2 Pinscher und Schnauzer – Molosser – Schweizer Sennenhunde und andere Rassen im FCI Standard 247 gelistet. Auch ist er unter den Namen Atlas Berghund, Atlas Schäferhund oder auch von Berber Nomaden Aidis benannt, dies bedeutet frei übersetzt schlicht und einfach das Wort „Hund“. Diese typischen Gebirgshunde gelten in dieser Region als Urform, in anderen Worten: Die Hunde sind ohne menschliches Zutun und Zuchten so, wie die Natur sie formte. Auch heute noch wird von den Nomaden kein großer Wert auf das Aussehen der Hunde gelegt. Es geht um die funktionellen Eigenschaften für die klimatischen Bedingungen und der täglichen Arbeit. Sie finden daher heute noch insbesondere von Nomadenvölkern als Herdenschutzhund Verwendung. Dabei bewachen sie das Vieh und die Unterkünfte der Nomaden gegen feindliche Menschen und Wildtiere. Der Aidi gilt neben dem Sloughi die einzige marokkanische Hunderasse, die vom FCI anerkannt wurden. Dichtes Fell schützt den Aidi vor Wind, Kälte, Sonne und jeglichen Wetter in der Steppe und dem Gebirge. Aufgrund seiner stark ausgeprägten Eigenschaften im Beschützen vor Eindringlingen ist dieser Hund in den normalen Haushalt schwer einzugliedern.

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Bildquelle:
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Allgemein:

Widerristhöhe Rüde:

52 – 62 cm

Widerristhöhe Hündinnen:

52 – 62 cm

Gewicht: Rüde:

22 – 26 kg

Gewicht Hündinnen:

22 – 26 kg

Lebenserwartung:

10 – 11 Jahre

Farbe:

Rot, Weiß, Schwarz und Weiß, Gelbbraun

Herkunft / Ursprungsland:

Marokko

Geschätzte Züchterpreise ab:

Noch keine Züchterpreise für den Aidi bekannt.

Attribute:

Früher geeignet als:

Hütehund / Herdenschutzhund / Jagdhund

Heute geeignet als:

Hirtenhund / Herdenschutzhund / Begleithund

Erscheinungsbild der Rasse:

Kräftiger Kopf und Hals stimmig zum robusten Körper passend. Muskulöses und kräftiges Erscheinungsbild ohne schwerfällig zu wirken. Den stets wachsamen Blick verdankt er seinen leicht nach vorne geknickten Ohren und den stets aufmerksamen Augenbewegungen. Sein halblanges und buschiges Fell meist in den Farben weißem, braunem oder gestromt, dient zum Trotzen der enormen Witterungsschwankungen von Hitze und Kälte in seiner Heimat in den Bergen. Dies dient gleichzeitig als eine Art Schutzpanzer bei Kämpfen gegen andere Wildtiere wie Schakale.

Wesen / Charakter:

Unabdingbare Treue und sehr fürsorglich zu seiner Familie / Rudel bzw. seinem Besitzer. Der Aidi möchte unbedingt in die Familie integriert werden und sucht Anschluss. Steht wahnsinnig gerne im Mittelpunkt und liebt es wenn das Geschehen sich um ihn abspielen kann. Er misstraut jedoch Fremden was ihn zu einem sehr guten Beschützer für Haus und Hof macht. Auch gegenüber Artgenossen kann er sehr dominant auftreten. Starke Veranlagung zum Wachhund mit ausgeprägtem Beschützerinstinkt und Mut in Gefahrensituationen. Sehr selbstständiges Wesen was ihn eine gewisse Unabhängigkeit verleiht. Ursprüngliches und rustikales Wesen. Sehr agil und aufmerksam. Schläft gerne im Freien, man sollte ihm diese Freiheit nicht verwehren.

Erziehung:

Eine konsequente Erziehung ab dem Welpenalter muss eingehalten werden. Eine Sozialisierung ist so früh wie möglich notwendig damit er gegenüber anderen Artgenossen nicht auffällig wird. Der Aidi ist kein einfacher Begleithund. Durch die genetische Veranlagung ist er im Großen und Ganzen als Hirtenhund bestimmt und daher als „normaler“ Haus- und Familienhund für eine „normale“ Familie weniger geeignet. Durch seine Veranlagung genießt er große Freiheit und Selbstständigkeit.

Pflege:

Aufgrund seines kurzen Fells ist der Aidi sehr pflegearm. Baden ist nur in wirklich seltenen Fällen notwendig. Es reicht hier den Hund ab und zu mit einer Bürste zu pflegen.

Haltungsanspruch:

Der Aidi gilt von der Haltung her als anspruchslos, pflegeleicht und unkompliziert wenn er in den richtigen Händen und ausreichend freien Auslauf gehalten wird. Voraussetzung für die Haltung dieses Hundes ist jedoch ein eigener Auslauf mit großem Garten (je größer desto besser), auf den er Tag und Nacht Zugriff hat. Gut geeignet für diese Rasse sind Bauernhöfe. Aidis halten sich sehr gerne im Freien auf und schlafen auch gerne nachts dort. Auf körperliche Auslastung sollte unbedingt geachtet werden. Jedoch benötigt er weniger die “Große Runde” Gassigehen sondern eher eine Beschäftigung und Aufgabe die seinem Hüte- und Beschützerinstinkt entsprechen und die er den Tag über erfüllen kann. Zusätzliche Apportierspiele oder ähnliches können gerne mit eingebaut werden.  Aidis sind für Paare mit Kindern eher ungeeignet, da sie über ein sehr selbstbewusstes und angstfreies Wesen verfügen und auf Kindern daher ruppig reagieren könnten.

Futterbedarf:

Normaler rassetypischer Futterbedarf.

Rassetypische Krankheiten:

Dackellähme, Afterzehe (Wolfskralle), Kolik und Ohrenentzündungen. Hüftgelenksdysplasie des Hundes, also Fehlentwicklung des Hüftgelenkes

Einreiseverbote / Rasseliste:

Keine Verbote / Einreisebeschränkungen usw. für diese Hunderasse bekannt oder hinterlegt.

Für Hundeallergiker geeignet:

In der Regel ist der Aidi nicht für Hundeallergiker geeignet.

Wissenswertes:

Geschichte:

Der Aidi stammt wohl von großen asiatischen Hirtenhunden ab. Seinen Ursprung soll er in der Sahara Wüste bzw. im Atlas Gebirge in Marokko haben. Einst von Halb-Nomaden für als Wachhund und Jagdhund gehalten wurde dieser Hund in seiner ursprünglichen Form von der kargen und rauhen Landschaft geformt. Früher ging er in Kombination mit der Hunderasse Sloughi auf die Jagd wobei der Aidi das Wild aufspürte und vom Sloughi gehetzt und gestellt wurde.  Der Aidi ist außerhalb seiner Heimat kaum anzutreffen. Auch in seinem Herkunftsland wird er immer seltener. Ein französischer Klub ist mit dem marokkanischen Verband sehr bemüht die Rasse zu erhalten.

Weitere Namen / Spitznamen:

Atlas Schäferhund, Aidis

Namen in anderer Sprache:

Englisch: Atlas Mountain Dog
Französich: Chien de Montagne de L’ Atlas
Deutsch: Atlas Berghund
Spanisch:Perro de Montaña del Atlas

Namensherkunft:

Das Wort Aïdi in das deutsche übersetzt bedeutet “Hund”

Besonderheit / Kurioses:

In manchen Gegenden des Landes gilt es als Brauch die Ohren und die Rute der Aïdi heute noch zu kupieren. Aidis sind in weiten Teilen Marokkos bedroht. Freilebende Tiere werden im eigenen Land immer weniger anerkannt, von Behörden gezielt gejagt, vergiftet und erschoßen. Grund dafür ist mitunter die Industrialisierung des Landes, die keine freilaufenden und nachts heulenden Hunde mehr akzeptieren will. Im Gegenzug werden europäische Rassen immer beliebter und in das Land importiert. Leider ist dies eine sehr traurige Wahrheit über das Statussymbol Hund. Der französische Aidi Club und der marokkanische Verband versuchen sich dagegenzustemmen und das aussterben dieser Rasse zu verhindern.

Berühmtheiten:

Keine Aidi Berühmtheiten bekannt!

Zuordnung:

FCI Gruppe:

2 Pinscher und Schnauzer – Molosser – Schweizer Sennenhunde und andere Rassen

FCI Sektion:

2 Molossoide Berghunde. Ohne Arbeitsprüfung.

FCI Standard:

247

Datum d. endgültigen Anerkennung der Rasse durch die FCI:

13.06.1963

Datum der Publikation des gültigen offiziellen Standards:

25.03.2003

Adressen:

Vereinsadressen:

Noch keine Daten für einen Aidi Verein hinterlegt! Sie sind ein Verein der sich mit dieser Rasse beschäftigt? Kontaktieren Sie uns für eine Eintragung!

Zuchtadressen:

Noch keine Daten hinterlegt.

Bücher*:

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Fazit:

LERNBEREITSCHAFT - UNWILLIG BIS MOTIVIERT 50Punkte
HALTUNG - EINFACH BIS SCHWER 80Punkte
AUSLAUF - WENIG BIS VIEL 90Punkte
PFLEGE - WENIG BIS VIEL 30Punkte
JAGDTRIEB - NICHT VORHANDEN - AUSGEPRÄGT 60Punkte
FAMILIENHUND - UNGEEIGNET BIS GEEIGNET 20Punkte
SPORTHUND - UNGEEIGNET BIS GEEIGNET 40Punkte
WACHHUND - UNGEEIGNET BIS GEEIGNET 100Punkte
UMGANG MIT KINDER - UNGEEIGNET BIS GEEIGNET 10Punkte
STADTHUND - UNGEEIGNET BIS GEEIGNET 10Punkte

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