Der Affenpinscher ist eine von der FCI anerkannte Hunderasse mit Ursprung in Deutschland. Die Hunderasse ist in der Sektion 1 Pinscher und Schnauzer ohne Arbeitsprüfung in der Gruppe 2 Pinscher und Schnauzer, Molosser und Schweizer Sennenhunde im FCI Standard 186 gelistet. Sie gelten als kleine bis mittelgroße, kompakte Hunde und verdanken wohl dem affenartigen Gesichtsausdruck ihren heutigen Namen. Affenpinscher haben ihre Herkunft in Deutschland und sind dort eine der ältesten, unveränderten Hunderassen. Ursprünglich wurden sie als Nagetierjäger sogenannte Rattler gezüchtet (Achtung; Konkurrenz für Katzen). Mittlerweile haben sie aber auch aufgrund ihrer tollen Charaktereigenschaften längst die Rolle des Begleithundes übernommen. Sie werden nicht nur in Deutschland sondern heutzutage weltweit in drei leicht unterschiedlichen Rassestandards gezüchtet. Der Affenpinscher gilt dennoch als eine eher seltene Hunderasse.

affenpinscher

Allgemein:

Widerristhöhe Rüde:

25 – 30 cm

Widerristhöhe Hündinnen:

25 – 30 cm

Gewicht: Rüde:

4 – 6 kg

Gewicht Hündinnen:

4 – 6 kg

Lebenserwartung:

9 – 15 Jahre

Farbe:

Schwarz

Herkunft / Ursprungsland:

Deutschland

Geschätzte Züchterpreise ab:

1000 – 2000 €

Attribute:

Früher geeignet als:

Rattler

Heute geeignet als:

Begleithund

Erscheinungsbild der Rasse:

Der Affenpinscher ist klein und kompakt. Er verfügt über rauhaariges, schwarzes dichtes Fell. Markant ist hier der Bart sowie die Schopf und Backenbehaarung sowie sein Kugelförmiger Kopf. Wie der Name bereits erwähnt, verdant er diesem seinen affenartigen Gesichtsausdruck. Der Hals des Tieres ist kurz und kräftig. Der Rücken ist ebenfalls kräftig und stramm. Die Pfoten sind kurz und rund. Vorderpfoten sind meist etwas kürzer als die Hinterpfoten. Die Nägel sind eng aneinandergelegt und schwarz.

Wesen / Charakter:

Ein sehr anhänglicher, treuer Familienhund, der insbesondere auch für Kinder gut geeignet ist. Denn er ist lebhaft und verspielt, zeitweise frech und mutig, aber versteht sich meist auch mit anderen Hunden und Katzen. Zeitweise kann er aber auch recht dickköpfig und stur werden. Aufgrund seiner Vorgeschichte als Rattler gilt er heute noch als hartnäckig, arbeitswillig und unerschrocken und hat sich auch einen Teil seiner einstigen Jagdschärfe bewahrt. Der Affenpinscher gilt als Beschützer und verfügt auch über gute Wachhundeigenschaften. Fremden gegenüber ist er in der Regel skeptisch.

Erziehung:

Der Affenpinscher ist lernwillig und sehr einfach zu erziehen. Aufgrund seiner wissbegierigen Art und der Anpassungsfähigkeit des Vierbeiners lernt er schnell, wie er sich im sozialen Umfeld zu verhalten hat. Langeweile darf aber bei ihm nicht aufkommen! Hier sollte täglich genug Zeit aufzuwenden sein, den Kleinen richtig körperlich und geistig auszupowern. Ansonsten kann es sein, dass er sich anderweitig nicht gewünschte Beschäftigungsmethoden in der Wohnung sucht.

Pflege:

Das Fell sollte täglich gebürstet und zeitweise bei Bedarf getrimmt werden. Sonstige Pflege normal wie bei anderen Hunden.

Haltungsanspruch:

Der Affenpinscher mag die Gesellschaft von anderen. Eine Zwingerhaltung oder vom längeren Alleinesein ist abzuraten. Affenpinscher sind in ihrem Wohnverhalten recht anspruchslos und können auch gut und gerne in kleineren Stadtwohnungen ihr zuhause finden. Diese Art von Hunden eignet sich auch gut als Bürohund aufgrund seiner sozialen und kompakten körperlichen Eigenschaften.

Futterbedarf:

Normaler rassetypischer Futterbedarf.

Rassetypische Krankheiten:

Aufgrund der geringen Zuchtzahlen von 20 – 30 Welpen in Deutschland im Jahr kommt es dennoch selten zu Erbkrankheiten. Die Kniescheibe des Hundes gilt es im fortwährenden Alter unter Beobachtung zu stellen.

Einreiseverbote / Rasseliste:

Keine Verbote bekannt.

Für Hundeallergiker geeignet:

In der Regel ist der Affenpinscher nicht für Hundeallergiker geeignet.

Wissenswertes:

Geschichte:

Die Geschichte des Affenpinschers ist nicht 100 % festgehalten. Die Rasse könnte aus einer Kreuzung von asiatischen Möpsen und Pinschern stammen. Auch eine Verbindung zur Rasse des nordischen Drahthaar-Schnauzers wird ihm nachgesagt. Ursprünglich wurde der Hund wohl als Rattler gezüchtet. Diese Hunde hatten die Aufgabe im Mittelalter, Nagetiere wie Ratten und Mäuse zu exekutieren. Zu dieser Zeit hatte der Affenpinscher noch viele Fellfarben, die sich über helles Gelb, rötliche und graue Töne bis zu blaugrau oder wie heute weit verbreitet das Schwarz widerspiegelten. Die erste Erwähnung zum Affenpinscher bzw. dessen Vorfahren ist vom Maler Jan van Eyck im Bild “Arnolfini-Hochzeit” zu erkennen. Übrigens stand der Hund wie heute auch noch immer als ein Symbol für Treue. In dieser Zeit war das Symbol noch deutlich ausgeprägter. Es wurde hier als eheliche Treue genutzt. Selbst auf Grabsteinen von Eheleuten waren oft Hundebilder gemeißelt. Dass der Hund auf der Bildseite der Frau steht ist übrigens auch kein Zufall. Von Frauen erwartete man unbedingte Treue zum Ehemann in dieser Zeit. Von Albrecht Dürer wurde die Rasse im 14. Jahrhundert auf diversen Holzschnitten festgehalten. Erster Eintrag in die Zuchtbücher reichen bis ins Jahr 1879 zurück. Heute gehen die Zahlen dieser Art immer weiter zurück. Die Zuchtlinien sind sehr eng. Wenige Züchter haben es sich zur Aufgabe gemacht, für den Erhalt zu sorgen. Heutzutage erfreut sich der Affenpinscher viel größerer Beliebtheit in den USA anstatt in Deutschland.

Weitere Namen / Spitznamen:

Diabletin Moustache
Äffchen

Namen in anderer Sprache:

Englisch: Affenpinscher
Französich: Affenpinscher
Deutsch: Affenpinscher
Spanisch: Affenpinscher

Namensherkunft:

Durch das affenartige Aussehen liegt es auf der Hand, dass sich der Name Affe + Pinscher zu Affenpinscher geformt hat.

Besonderheit / Kurioses:

Franzosen nennen Affenpinscher „Diabletin Moustache“, was übersetzt so etwas wie „Kleiner Teufel mit Backenbart“ bedeutet!
Früher wurden noch regelmäßig Rute und Ohren “kupiert”.

Berühmtheiten:

Keine Affenpinscher Berühmtheiten bekannt!

Zuordnung:

FCI Gruppe:

2 Pinscher und Schnauzer, Molosser und Schweizer Sennenhunde

FCI Sektion:

1 Pinscher und Schnauzer. Ohne Arbeitsprüfung.

FCI Standard:

186

Datum d. endgültigen Anerkennung der Rasse durch die FCI:

15.07.1955

Datum der Publikation des gültigen offiziellen Standards:

26.03.2009

Adressen:

Vereinsadressen:

Pinscher Schnauzer Club 1895 e.V.

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Fazit:

LERNBEREITSCHAFT - UNWILLIG BIS MOTIVIERT 70Punkte
HALTUNG - EINFACH BIS SCHWER 10Punkte
AUSLAUF - WENIG BIS VIEL 50Punkte
PFLEGE - WENIG BIS VIEL 40Punkte
JAGDTRIEB - NICHT VORHANDEN - AUSGEPRÄGT 40Punkte
FAMILIENHUND - UNGEEIGNET BIS GEEIGNET 90Punkte
SPORTHUND - UNGEEIGNET BIS GEEIGNET 40Punkte
WACHHUND - UNGEEIGNET BIS GEEIGNET 50Punkte
UMGANG MIT KINDER - UNGEEIGNET BIS GEEIGNET 80Punkte
STADTHUND - UNGEEIGNET BIS GEEIGNET 70Punkte

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