Endlich: Hund ohne Leine

Es ist der meist unerfüllte Traum vieler Hundebesitzer: Eine Gassirunde ohne Rucken und Ziehen, beide Hände frei zur Verfügung – einfach den Hund ohne Leine und Panik laufen lassen.

Sind die sprichwörtlichen Ketten gesprengt, so kennt Bello ohne ausreichende Vorbereitung und Training gar kein Halten mehr und er wird „vogelfrei“.

Dieses Video soll euch zum “Hund ohne Leine” Thema einstimmen, und zeigen wie schön es ist abgeleint zu sein 🙂

Die Nase saugt sich geradezu am Boden fest, der Gang beschleunigt sich – es gilt immerhin, 1000 Gerüche zu erforschen, da ist schließlich Hektik angebracht. Nun wird die Schnauze nach oben gerichtet, die optischen Reize müssen auch aufgesogen werden: Da ein Maulwurfshügel, dort eine Spur, hier ein umherspringender Vogel und weiter hinten auch noch ein rauschender Bach – Da schnüffeln, hier schnüffeln und dort schnüffeln; alles muss beschnüffelt werden!

Wer oder was jedoch nicht beschnüffelt werden muss, ist der Hundehalter, der sich mittlerweile in 100 Meter Entfernung die Kehle aus dem Leib schreit und mit der Fleischwurst wedelt. Klar, den kennt man ja und die Fleischwurst wird später auch noch da sein.

Eines vorweg: Es ist nicht möglich, alle Hunde bei jeder Gelegenheit und zu jedem Zeitpunkt perfekt abzurufen. Ebenso kann nicht jeder Hund ohne Leine in unserer Region frei laufen gelassen werden. Unser diesjähriges Ziel ist es zum Beispiel, mit dem Hund ohne Leine in der Fußgängerzone mitten in der Innenstadt zu laufen. Auch hier ist der Ausgang noch ungewiss; Trial and Error.

Die Problematik bezüglich des leinenlosen Laufen geht zurück auf die Gene, der Vergangenheit und auch dem aktuellen Einfluss des Hundehalters auf den einzelnen Hund. Die ersten zwei Faktoren sind nicht durch den Hundehalter beeinflussbar, jedoch bietet sich uns tagtäglich die Möglichkeit, aktiv Einfluss auf unseren Vierbeiner auszuüben – sei es durch Gesten oder Mimik.

Es ist absolut essentiell, dass euer Hund ohne Leine zwingend abrufbar ist, wenn es ihm abverlangt wird. Ist dies nicht der Fall, wird der Hund von seiner grenzenlosen Freiheit Gebrauch machen, ein Eigenleben entwickeln und immer weiter seine Grenzen austesten. Dies resultiert dann darin, dass er eines Tages aus dem Sichtfeld verschwunden ist und der Hundehalter in Panik ausbricht.

Die unterschätzten Gefahren

Natürlich ist es einfach und völlig natürlich, dass Menschen die Entfernung zu einer Straße einschätzen können. Hunde können dies leider nicht abschätzen und hierdurch ist es nicht völlig klar, was das Herrchen möchte. Durch diese Fehleinschätzung kann es zu gefährlichen Situationen kommen, die in mehreren Aspekten teuer zu stehen kommen können.

In solchen Fällen haftet der Hundebesitzer mit seinem kompletten Privatvermögen für Schäden, die der Hund anderen zufügt.

Rennt euer Hund einfach auf die Straße, zwingt somit Autofahrer abrupt zu bremsen und verursacht einen Auffahrunfall, dann kann das sehr schnell in einem vier- oder sogar fünfstelligen Betrag ausarten.

Wenn es zu Personenschäden kommt, kann die Summe sich um ein Vielfaches steigern, da hier dann Anwälte, Gerichtskosten und Versicherungen ihren Tribut fordern werden. Hier kann schnell die Existenz bedroht werden und das Risiko einer Privatinsolvenz geht hier Hand in Hand. Aber deswegen jetzt bitte in keiner Hysterie verfallen, denn der Eintritt solcher extremen Geschehnisse ist natürlich „verhältnismäßig niedrig“. Die Gefahr darf aber auf keinen Fall unterschätzt werden!

Daher sollte definitiv die Überlegung angestrebt werden, eine Haftpflichtversicherung für wenige Euro im Jahr abzuschließen. Denn der niedrige Beitrag könnte man irgendwann im höheren Wert dringend benötigen. Zudem kann man auch unberechtigte Streitigkeiten mit Hilfe der Versicherung abgeschmettert werden. Den Link zur Hundehaftpflicht Vergleichsseite gibt es hier (www.hundehaftpflicht-vergleichen.de/hundeversicherung-test-vergleich)

Laut Statista.de liegen die durchschnittlichen Kosten der Haftpflichtversicherung für die gesamte Lebenszeit bei einem Yorkshire Terrier bei 1.400,00 Euro, Rottweiler bei 900,00 Euro und Labrador Retriever bei 1.200,00 Euro. Eine Investition, die sich somit wirklich auszahlen kann.

Aber es bestehen auch andere Gefahrenquellen, wie zum Beispiel die in letzter Zeit sehr weit verbreiteten Giftköder, die mutwillig von Hundehassern ausgelegt werden. Hier empfehlen wir den Gebrauch einer Giftköder-Radar App (Link: www.giftkoeder-radar.com). Läuft man dann mit dem Hund ohne Leine und die Entfernung ist zu groß und der Hund zudem nicht abrufbar, dann kann dies lebensbedrohliche Konsequenzen nach sich ziehen.

Auch können Konflikte mit anderen Hunden während der Gassirunde auftreten. Hier geht es viel um Dominanz- und Territorialverhalten. Gerät euer Hund in einen Kampf, so können Verletzungen aufkommen und ein Aufenthalt in der Tierklinik kann die Folge sein.

Zudem solltet ihr euren Hund generell immer im Auge behalten, da Fremdkoten nicht nur eine teure Strafe mit sich bringen kann, sondern auch das vollgekotete Heu, welches für Tierfutter verarbeitet wird, den Nutztieren Schaden zufügen kann. Natürlich passiert dies erst nach einer gewissen Menge, aber dennoch ist es die Pflicht eines Hundehalters, die Haufen zu entfernen. Wird dies alles nicht eingehalten, so kann sich Herrchen recht bald über einen mehr oder minder netten Brief der Gemeinde freuen. Starten wir nun also mit unserem Hund ohne Leine Training!

Daher immer vorher trainieren bis der Hund ohne Leine sicher laufen kann!

Eines vorweg: Diese Tipps können den guten Rat eines Hundetrainers deines Vertrauens niemals ersetzen. Generell sollten solche Übungen immer vorab mit dem Hundetrainer abgesprochen werden, bevor das „Hund ohne Leine – Trainingsprogramm“ gestartet wird. Ideal ist der Beginn des Trainings natürlich bereits im Welpenalter. Aber auch ältere Vierbeiner können hier trainiert werden, jedoch wird dies mehr Zeit in Anspruch nehmen.

Zunächst gilt es darum, zum Hund eine Bindung aufzubauen und Vertrauen zu schaffen. Denn wozu sollte man als Hund zu Herrchen oder Frauchen zurückkommen? Im Gehirn des Hundes ist das nicht standardmäßig einprogrammiert. Damit der Rückruf an die Leine trainiert werden kann, ist es am besten, in einer bekannten Umgebung ohne viel Ablenkung wie dem Garten zu beginnen.

Auf die Körperhaltung des Hundes achten. Freut er sich, wenn er zurückkommt? Versucht ihn überschwänglich mit Worten und einem kleinen Leckerli zu belohnen. Das ganze sollte jeden Tag trainiert werden. Fühlt ihr euch sicher, so geht zur nächsten Stufe über. Trainiert zunächst beim Gassi gehen an der kurzen Leine das Gleiche wie ihr es in der bekannten Umgebung getan habt. Später kann auf Schleppleine umgesattelt werden bis der Hund letztendlich frei abrufbar ist.

Lasst ihr euren Hund das erste Mal in die ersehnte Freiheit laufen, so ist das Ableinen ebenfalls gründlich zu trainieren. Der bald “Hund ohne Leine” soll sich in die Sitz-Position begeben und sich am Besitzer orientieren, während der Verschluss gelöst wird und nicht wie angestochen davonlaufen, sobald sich eine Möglichkeit dazu ergibt.

Es muss eine ständige „Rücksprache“ in Form von Sichtkontakt herrschen und der Freigang kommt erst auch mit dem jeweiligen Kommando. Dies kann ein Sprachkommando wie „Ab“ oder „Lauf“ und/oder in Verbindung mit einem Handzeichen erfolgen.

Während des Freigangs muss dauerhaft die „Spannung“ zwischen Hund und Halter beibehalten werden. Unsichtbare Regeln, die aber Hund und Halter kennen, müssen abgesteckt werden, damit es klar ist, wie sich der Hund in welcher Situation beziehungsweise Entfernung zu verhalten hat.

Keine einfache Aufgabe für den Hundehalter, der sich gegen 1000 Sinneseindrücke durchsetzen muss. Genau deshalb ist es sehr wichtig, dass vorab ein Vertrauensverhältnis und eine Konditionierung besteht. Außerdem ist es nicht nur wichtig, dass ihr auf eigene Körpersprache achtet, sondern besonders auf die des Hundes. Wird die Nase in Luft gereckt und es wird etwas gewittert, sollte ein sofortiges Abrufen erfolgen.

Allgemein ist es wichtig, dem Hund neue Sinneseindrücke zu vermitteln. Also nicht immer die selbe Gassiroute. Und auch mal mit unterschiedlichen Hunden zusammen Gassi gehen. Der Hund möchte genauso wieder Mensch immer neue Eindrücke.

Weitere „off Leash“ Tipps und Tricks

Einsatz einer Hundepfeife: In unserem Blogbeitrag Hundepfeife (Link: http://www.foxyandfurry.de/hundepfeife-lebensversicherung-fuer-hunde) haben wir die Vorteile für den Hund ohne Leine mitsamt Anleitung bereits erläutert.

Kommando „Fuß“ und Kommando „Steh“ sollten ebenfalls für einen freien Auslauf vom Hund ohne Leine trainiert werden und sitzen.

Hund ohne Leine braucht auch hin und wieder was zum anleinen! Wer dennoch seinen Hund einmal anleinen möchte, kann bald die passende Leine in unserem Shop erwerben. Den Link dazu haben wir euch hier bereitgestellt: Zu unserer Leine!

Hunde-Sicherheitsgurt-Gassigehen-2

Hund ohne Leine Fazit:

Freilauf ist ein Privileg, welches sich euer Hund ohne Leine erst verdienen muss. Wenn er nicht sicher abrufbar ist oder Nervosität verströmt, bleibt er lieber in gewissen Situationen an der Leine. Hunde müssen genau so wenig wie Menschen perfekt sein, doch ist es wichtig in Gefahrsituationen 100% von eurem Liebling ab zu verlangen. Du hast soeben diesen Blogbeitrag gelesen: Hund ohne Leine

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