Hund hat Parasiten? Was jetzt zu tun ist!

Verdammt… da krabbelt was… der Hund hat Parasiten! Das Wort hört sich doch schon schön eklig an. PARA SITEN Diese gemeinen Biester, dass Sie sich aber auch immer uns oder unsere Fellfreunde als Wirt raussuchen müssen!

Und das obwohl unsere Haushunde sich doch eigentlich bester Gesundheit, Sauberkeit und Pflege erfreuen, kommen Sie immer wieder mit Parasiten in Kontakt. Egal ob Zecken, Flöhe oder Würmer was soll Herrchen bzw. Frauchen nun als Verantwortlicher entscheiden?
Schwingen wir jetzt bei allem was kreucht und fleucht die Chemiekeule oder gibt es nicht doch das ein oder andere Mittelchen das die industriell hergestellten Produkte gleichsetzt oder sogar schlägt?

Da wohl die meisten Hundebesitzer gegen diese drei Biester schon mal in den Krieg gezogen sind gibt es hier die Lösung. Behandeln wir die drei Parasitenarten Zecken, Würmer und Flöhe doch einmal etwas genauer:

Zecken

Ein Hund der nie Zecken hatte ist wohl auch noch nie wirklich in der Natur gewesen. Wildtiere verbringen meist Ihr halbes Leben mit diesen Parasiten.

Zecken… wo kommen die kleinen Biester überhaupt her?
Die Blutsauger leben vorzugsweise in Waldrandgebieten, in der Nähe von Bächen aber auch in Gärten oder Stadtparks sind Sie anzutreffen. Sie lauern auf Ihren zukünftigen Wirt an Grashalmen und Gebüsch. Das hartnäckige Gerücht, dass sich Zecken von Bäumen auf den Wirt herabwerfen ist nicht bestätigt. Weltweit gibt es wohl 800 Zeckenarten (In Deutschland rund 20-25 Arten) die über 50 Krankheiten übertragen können. Das klingt nach einer ganzen Menge und ja das ist es auch.

Zecken gehören wie z.B.  Blutegel und Flöhe zu den Ektoparasiten. Diese haben sich die Haut des Wirtes als Lebensort ausgesucht. Übrigens: Endoparasiten wie z.B. Würmer sind im Inneren des Wirts auffindbar.

Zecken finden durch das Hallersche Organ und durch Lichtveränderung und Vibration in der Welt zurecht. Sie können exakt vier Substanzen riechen und zwar Ammoniak, Kohlendioxid, Milchsäure und Buttersäure, die über Atem und Schweiß der Wirtstiere oder Menschen abgegeben werden.

Was passiert nach dem Zeckenbiss?
Beißt sich die Zecke in die Haut des Wirtes fest so können Krankheitserreger in das Blut gelangen die Borrelise, Babesios, FSME, Anaplasmose oder Ehrlichiose auslösen.

Die Krankheitsbilder hierzu sind höchst unterschiedlich und variabel. Sie reichen von leichten Schmerzen über chronische Erkrankungen bis hin zum Tod des Wirts.

Anamese Zeckenbiss
Wurde dein Hund kürzlich von Zecken gebissen, heißt es so schnell wie möglich den Plagegeist zu entfernen. Zecken beißen mit Vorliebe im Kopf und Brustbereich des Hundes zu. Euer Hund sollte in den Zeckenmonaten möglichst täglich untersucht werden, da die Übertragung von Krankheiten in den meisten Fällen erst nach 16-24 Stunden eintritt, und die Zecken nicht sofort zubeißen und sich erst den perfekten Platz auf dem Wirt suchen.

Stellen sich dennoch die nachfolgenden Krankheitsmerkmale ein, so behalte deinen Hund gut unter Beobachtung bzw. wäge ab, ob ein Tierarztbesuch die beste Lösung ist.

  • Symptome:
    –       Erschöpfung
    –       Verliert viel Gewicht
    –       Erhöhte Temperatur / Fieber
    –       Keine Lust etwas zu essen
    –       Blut im Urin
    –       Geschwollene Gelenke
    –       Hautenzündungen
    –       Lahmender Gang

Würmer

Wie gelangen Sie in den Körper des Wirts?
Wurmbefall bei Tieren ist vielen bekannt aber im menschlichen Körper? Auch hier kommt es häufiger zu einem Befall als das wir uns das denken können.

Jeder zweite Mensch ist mittlerweile von Parasiten und Würmern betroffen, und das meist ohne dass er dies merkt. Diese gelangen über kontaminierte Lebensmittel und Wasser in den Verdauungstrakt. Auch die Übertragung von Haustieren oder Insekten bis hin zum Geschlechtsverkehr ist alles möglich. Sind diese erstmals im Wirt, ernähren sie sich von diesem, was mit einem ständigen Nährstoffmangel einhergeht. Die Parasiten können in sämtliche Teile des Körpers gelangen, um die inneren Organe zu schädigen.

Es ist jedoch auch immer wichtig die Dinge in Waage zu halten, den auch übermäßige Hygiene kann krank machen. Teilweise besitzen Würmer und Bakterien auch gute Eigenschaften wie z.B. dass Sie das Immunsystem auf Trab halten und trainieren. Auf der anderen Seite können Sie natürlich auch in übermäßiger Anzahl oder bei Sonderarten wie dem Fuchsbandwurm oder dem Spülwurm Schaden an inneren Organen anrichten.

Anamese Würmer 

  • Symptome:
    –       Erschöpfung
    –       Verliert viel Gewicht
    –       Hautentzündungen
    –       Würmer im Stuhl
    –       Hund reibt After über den Boden (Möglicher Juckreiz von Wurmeiern)
    –       Blutiger Durchfall
    –       Aufgeblähter Bauch „Wurmbauch“
    –       Entzündungen 

Flöhe

Gehören zur Gattung der Insekten und zählen ebenfalls wie Zecken und Würmer zu den Parasiten. Sie finden Ihren Wirt indem Sie von ausgeatmeten Kohlenstoffdioxid aber auch von Wärme und Bewegung angelockt werden. Flöhe vermehren sich exponentiell schnell. Schleppt dein Hund nur einen Floh mit nach Hause der Eier legt, hast du am nächsten Tag bereits 20 Flöhe zu Gast. Diese 20 legen dann wieder 20 Eier… den Rest könnt Ihr euch ja ausrechnen. Flöhe sind extrem hartnäckig, also Vorsicht vor einer Epidemie, damit ist nicht zu spaßen.

Wie bekommt mein Hund Flöhe?
Flöhe können das Wirtstier wechseln u.a. bei direkten Kontakt, aber Sie können auch bis zu 1 m (!) weit springen. Häufig passiert so etwas, wenn Hunde untereinander Kontakt aufnehmen, aber natürlich können Sie diese auch über die freie Natur aufgabeln. Zum Beispiel beim beschnuppern von Vogelnestern und Maulwurshügeln können vermehrt Flöhe entdeckt werden.

Anamese Flohbefall

  • Symptome
    –       Jucken und Kratzen bzw. Nagen an einzelnen Körperstellen
    –       Haarausfall
    –       Blutarmut
    –       Übertragung von Bandwürmern und dessen Folgen 

Jetzt hat mein Hund Flöhe was soll Ich tun?
Wenn Ihr es gleich bemerkt das etwas auf eurem Hund krabelt oder rumspringt, sofort das Fell genauestens absuchen bevor er in die Wohnung geht. Am besten draußen mit dem Gartenschlauch duschen und mit Shampoo vom Tierarzt oder einigen Tropfen Teebaumöl vorsichtig einmaßieren (Das aber nicht bei Katzen durchführen! Teebaumöl wirkt auf Katzen giftig!). Auch nicht bei euren Hund im Bereich des Kopfes oder der Augen anwenden!

Wozu existieren den nun Parasiten?

 Parasiten haben keinen Nutzen!
Pauschal kann auf diese Aussage keine Antwort getroffen werden. Es kommt hier stark auf den Blickwinkel an. Jedes Lebewesen erfüllt irgendwie seinen Zweck. Aus der Sicht des Menschen sind diese Parasiten mit Sicherheit lästig und natürlich haben die kleinen Blutsauger und Plagegeister nicht den allerbesten Ruf unter uns. Unser Hund hat Parasiten yuhuu! Das hat wohl noch niemand gesagt.

Allerdings sind Sie nicht einfach nur da weil Sie sehr anpassungsfähig in den letzten Jahrmillionen waren, nein Sie spielen in unserem Ökosystem eine sehr wichtige Rolle.

Futter! Gäbe es keine Parasiten, würde der Großteil der Tierwelt da draußen einfach verhungern. Vögel ernähren sich z.B. sehr gerne von den kleinen Plagegeistern.

Immunabwehr stärken
Nur der stärkste überlebt, den als Wildtier im Wald gibt es kein Herrchen das dich zum Tierarzt bringen kann. Ein streunender Hund hat Parasiten das ist ganz normal und wahrscheinlich um ein vielfaches mehr als unser Haushund, schlicht deswegen da er auch robuster draußen sein muss. Wir haben im letzten Jahr zwei von Wildtieren angefallene bzw. verletzte Igel zu Hause aufgepeppelt. Wer den Bauch eines Igels gesehen hat der hat wahrscheinlich noch nie so viele Zecken auf einem Fleck versammelt betrachten können.

Parasiten halten das Gleichgewicht von Population im Zaun Es ist die Natur! Und daher werden schwache Tiere von anderen Tieren „entsorgt“.

Hund hat Parasiten! Ok wie können wir das reduzieren?

Bernsteinhalsbänder! Esoterik Geheimtipp oder Schabernack?
Schicke Bernstein Halsbänder sind tolle modisches Accessoires für unsere Hunde, dafür besteht absolut kein Zweifel. Doch hilft es tatsächlich gegen Zecken und Flöhe? Bewerte Ich die Situation subjektiv so muss Ich festhalten, dass seid unsere Halsbänder aus Bernstein tragen wohl weniger Zecken an Ihnen zu finden sind als vorher.

Niemals Katzen Halsbänder anlegen!
Freilaufende Katzen sollten niemals, weder Bernsteinketten noch sonst irgendwelche Halsbänder tragen, da Sie sich an diesen draußen verhedern oder steckenbleiben können. Im Ernstfall kommt eure Katze da nicht mehr raus und hat ein ernstes Problem.

Wenn schon den schon!
Wer schon eine Bernsteinkette für seinen Hund möchte, der sollte unbedingt auf die Bezeichnung „Rohbernstein“ und / oder „Naturbernstein“ achten. Dies sind die einzigen Merkmale die auf echten Bernstein schließen. Alles andere ist künstlich hergestellter bzw. von Resten zusammengepresster „Bernstein“. Hier werden u.a. Bernsteinbrocken mit Prozessabfällen und Schleifstaub wieder zu einer Masse geformt. Das nennt man den „Pressbernstein“, kann aber im Handel auch als „Echter Bernstein“ angeprießen werden.

Zudem tummeln sich auch unzählige Fälschungen auf dem Markt und gutgläubige Tierbesitzer kaufen Ihren Vierbeinern dann billige Plastikimitate.

Um die beschriebene Wirkung (Wenn es nun eine gibt) entfallten zu können ist es wichtig, dass der Bernstein ungeschliffen ist.

Ob nun der Glaube von Herrchen und Frauchen hier den Berg versetzt, oder ob doch mehr oder weniger dran sein sollte ist nicht so ganz erwiesen und geklärt. Die Meinungen zu Bernsteinketten gehen hier, wie im Esoterikbereich üblich, weit auseinander. Unsere Hunde besitzen auch ein Bernsteinhalsband als Prävention und natürlich für die Optik ;), allerdings verlassen wir uns nicht nur auf die „Kraft dieser Steine“.

Unsere Geheimwaffe gegen Zecken und Parasiten! Kokosnussöl!


Wir verwöhnen unsere Hunde alle paar Tage mit Kokosnussöl bzw. Kokosnussfett. Früher brachten Sie wirklich sehr oft Zecken mit nach Hause. Mein Hund hat Parasiten… schon wieder. Doch seid  wir Sie mit Kokosöl einreiben hat sich das auf ein Minimum reduziert. Das hat zudem den positiven Nebeneffekt, dass Ihr Fell wirklich schön glänzt und gepflegt aussieht. Gehen wir mit den Hunden wandern so reiben auch wir unsere Beine mit Kokosöl ein um nicht ein Opfer von Zecken zu werden.

Auch zum Abendessen gibt es für Herrchen und Frauchen dann ein Löffel Kokosöl. Alternativ könnt Ihr auch Kokosflocken mit unter euer Essen und das eurer Vierbeiner mischen.

Kokosöl ist antibakteriell und kann präventiv täglich 1-3 Löffel zur Nahrung beigegeben oder pur gegessen werden. Eure Hunde werden es vergöttern alleine aus dem Grund das in 100 g Kokosöl rund 900 Kalorien stecken. Im Kokosöl sind viele Substanzen vorhanden, die unseren Körper stärken. Diese greifen Würmer, Parasiten aber auch Viren und Bakterien an. Die Laurinsäure kann zum Beispiel die Membran von Bakterien und Viren durchdringen und somit zerstören.

Es gibt auch einige Medikamente in der Apotheke aber wir setzen lieber zunächst immer auf unsere Hausmittel.

Weitere Möglichkeiten:
Kürbiskerne helfen aufgrund des Wirkstoffes Cucurbitin (Aminosäure) gegen Bandwurmbefall. Hunde regelmäßig kämmen und auf Parasiten kontrollieren.

Fazit:

Der Hund hat Parasiten ja ok… man muss aber nicht immer gleich bei jedem kleinen Anzeichen zum Tierarzt rennen. Auch übertriebene Hygiene und ständige Chemiekeulen bewirken langfristig wohl eher das Gegenteil, da Sie die natürlichen Sparingspartner unseres Immunsystems töten und somit der Körper und dessen Abwehr schlaff wird. Kommt dann tatsächlich etwas bedrohliches so kann sich das Immunsystem nicht mehr richtig wehren. Daher immer die Waage halten! Oft dienen Hausmittel nach wie vor oft als gute Alternative und Prävention zu Produkten aus dem Supermarkt. Dieser Rat kann selbstverständlich die Meinung eines Tierarztes nicht ersetzen. Handelt daher bitte immer selbstverantwortlich.

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