Bürohund ein heiß diskutiertes Thema!

Über das Thema Bürohund scheinen sich die Geister in Deutschlands Arbeitsstellen zu scheiden. Die eine Partei wiegt die Vorteile auf, die Gegnerpartei hat häufig durch Negativerfahrung oder allgemeinen Vorurteilen keinen richtigen Draht zu den Vierbeinern. „Die verlieren doch Haare“ oder „Mich hat mal ein Hund vor 29 Jahren gebissen“ bekommen viele Bürohund Enthusiasten bei der Ideenvorstellung zu hören.

Doch wer von beiden Parteien hat nun Recht? Da wir eine Firma für Hundebedarf sind, lag es bei dem heutigen Blogbeitrag nahe, dieses Thema gründlich auch aus Sicht eines Hundes aufzuarbeiten und unter die Lupe zu nehmen.

Bürohund

Laut einer Umfrage (Quelle Statista.de) unter 1000 Personen zur Angst vor Tieren in Deutschland aus dem Jahre 2016 ergibt, dass lediglich 3,42 % der befragten Angst vor Hunden hätten. Somit ist das Risiko einen Kollegen zu erwischen der Angst vor Vierbeinern hat schon einmal sehr gering. Sehen wir uns gemeinsam zunächst die Vorteile an was ein Hund im Büroalltag so alles leisten kann:

Stress Level der Menschen sinkt

Zunächst das Wissenschaftliche: Begegnen sich Mensch und Hund fangen beide Lebewesen mit der Produktion von Oxytocion an. Dies ist ein Hormon das auch auch als „Kuschelhormon“ bekannt! Allgemein hat dieses Hormon eine wichtige Bedeutung im Geburtsprozess. Nicht umsonst heißt es vom lateinischen aus übersetzt so etwas wie „schnelle Geburt“.

Zudem beeinflusst es das Verhalten und Interaktion zwischen Mutter und Kind sowie bei Liebespaaren aber auch bei normalen sozialen Interaktionen. Gefühle wie Vertrauen, Liebe, aber auch Aggression und Luststeigerung können durch das Hormon ausgelöst werden. Babys produzieren dieses Hormon nach dem Nuckeln an ihren Finger. Es gibt sogar Nachahmungspräparate und Sprays, die in Deutschland verkauft werden.

“The chemical formula of love” C43H66N12O12S2 enthält demnach Kohlenstoff, Wasserstoff, Stickstoff, Sauerstoff und Schwefel. Diese chemische Verbindung verstärkt auch die Aufmerksamkeit für soziale Reize! Forscher versuchen sogar mit diesem Wundermittel sozial eingeschränkte Personen mit Depressionen oder Autismus heilen zu können. Da der Stoff Menschen für zwischenmenschliche Signale wieder auf Empfang bringt könnte das in naher Zukunft sogar funktionieren. Es erhöht das Vertrauen in andere Menschen. Teilweise wird es sogar als Wunderdroge verschrien.

So und dafür hat sich der Bürohund schon jetzt eine Streicheleinheit verdient 😉 Es ist bewiesen, dass ein Bürohund den Stresslevel am Arbeitsplatz senkt und hierdurch zu einem besseren Arbeitsklima der Belegschaft führt.

Schützen vor Burnout und Boreout

Burnout und Boreout kommen in Deutschland immer häufiger vor. Durch immer mehr Hektik aber auch zunehmende Bürokratisierung, saisonbedingte Engpässe, Über- oder Unterqualifizierung aber auch schlechtes Büroklima kann Burnout oder auch eben Boreout entstehen. Auch andere psychische Krankheiten können durch einen Bürohund zwar nicht behoben jedoch abgeschwächt und gelindert werden. Der Grund ist wie bereits oben geschildert recht einfach. Die schwedische Forscherin Linda Handlin fand heraus, dass beim Streicheln des Hundes Oxytocin beim Mensch und Hund ausgeschüttet wird. Die positive Folge sind weniger Krankheitstage der Angestellten und eine durch die Bank gesündere und psychisch fittere Belegschaft.

Gegen Langeweile am Arbeitsplatz

Durch saisonbedingte Engpässe aber auch zunehmende Bürokratisierung kann schon hin und wieder Langeweile auftreten. Da kommt der Bürohund für ein kurzes Spielchen und Trainingseinheit doch gerade recht. Die Mitarbeiter kommen durch diesen kurzen Tapetenwechsel von der Arbeit wieder auf andere Gedanken und sind anschließend wieder fokussiert bei der Arbeit.

Mitarbeiterbindung

Ein Bürohund kann als sozialer Anker dienen, Mitarbeiter im Unternehmen zu halten, da diese eine Bindung mit dem Hund aufgebaut haben und daher weniger häufiger den Job wechseln möchten. Wer seinen Hund mit in das Büro nehmen darf, der wird auch dankbar gegenüber seinem Vorgesetzten sein und so vielleicht die ein oder andere Überstunde übernehmen. Auch geraten Mitarbeiter, die ihren Hund sonst zuhause lassen müssen nicht in Zeitnot. So haben sie ihren Vierbeiner immer bei sich und können entspannt eine kleine Runde mit ihm während einer kurzen Pause um die Firma gehen.

Sportliche Betätigung / Bewegung

Ein Hund motiviert die Belegschaft in der Mittagspause gemeinsam eine Runde um den Block zu laufen! Ohne Hund gehen viele dann doch lieber in die Cafeteria und bewegen sich im Endeffekt weniger als mit Bürohund. Ein Hund sorgt automatisch für mehr Action und Bewegung was letztendlich den Mitarbeitern ihrer Gesundheit wieder zu Gute kommt. Auch Hundesportarten wie Agilityübungen, Discdogging oder Dogdancing können mit den Vierbeinern auf dem Betriebsgelände geübt und einstudiert werden.

Sympathiefaktor Bürohund

Ein Bürohund kann durchaus auch als Aushängeschild und Maskottchenstatus für das eigene Unternehmen dienen. Prominent ist zum Beispiel der Hund Beast von Facebook CEO Mark Zuckerberg oder Bo aus dem weißen Haus. Auch lädt der Hund Laufkundschaft und Bürobesuche zu einem Smalltalk / Einstiegsgespräch mit der Belegschaft ein. Vielleicht aquiert ihr ja mit dem Hund den ein oder anderen potentiellen Kunden, der durch die positive Stimmung die der Hund im Büro verbreitet einen Vertrag abschließt?

Doch nun zu mir und meinem Bewerbungsgespräch! Bin ich als Bürohund überhaupt geeignet?

  1. Zunächst gilt es, dass der Mensch an einen konkreten Umsetzungsplan für mich arbeitet. Ich bin ein Lebewesen mit Bedürfnissen und benötige Essen, Trinken, Auslauf und Aufmerksamkeit und vieles mehr.
  2. Als Bürohund muss ich über eine gute allgemeine Verfassung verfügen, keine Schmerzen haben und gepflegt aussehen. Das heißt ich darf nicht mit Schlammpfoten durch das Foyer schlendern!
  3. Als Bürohund benötige ich stets einen Rückzugsort mit Spielzeug, Wasser und Futternapf.
  4. Auch sollte immer notwendiges Equipment wie Ersatzleine, Erste Hilfe Koffer, Zeckenzange, Hundekotbeutel, und so weiter nicht fehlen.
  5. Bevor ich meine neue Arbeitsstelle antrete, ist es zwingend erforderlich, die Genehmigung beim Vorgesetzten bzw. Chef einzuholen. Fragt mein Herrchen nicht, so kann er sich mächtig Ärger einheimsen und sogar eine Abmahnung bis Kündigung in die Hand gedrückt bekommen!
  6. Auch die Kollegen sollten vorher eingeweiht werden, bevor ich in mein Bürozuhause einziehe. Sonst könnte es dicke Luft geben, wenn sich die Kollegen ohne Mitspracherecht überfahren fühlen.
  7. Ich möchte nicht nur acht / neun Stunden unter dem Schreibtisch liegen und auf den Feierabend warten! Natürlich ziehe ich mich hin und wieder mal zurück, doch möchte ich als Bürohund auch bespaßt werden, Aufgaben lösen und Abwechslung am Arbeitsplatz erlerben.
  8. Klärt vorher genau ab, wer mit mir, wann Gassi gehen kann. Ideal ist für mich natürlich eine Firma mit eingezäunter Grünfläche.
  9. Bin ich nicht der erste Bürohund und es gibt ein oder mehrere Artgenossen, die meine Kollegen sein wollen, so möchte ich diese gerne kennenlernen.
  10. Ich bin sozial verträglich und gut trainiert.
  11. In Hundenasenhöhe darf nichts mehr stehen, was ich essen könnte. Da es mir manchmal schwer fällt, mich zu beherrschen, könnte das das Angestelltenverhältnis reizen.
  12. Ich gehe gerne auf Erkundungstour. Dabei besteht die Gefahr mich zu verlaufen. Zu meinem Schutz sollten meine Kollegen stets Türen hinter sich wieder zuschließen.
  13. Es gibt sicherlich noch weitere individuelle Fragen und Antworten die Situationsbedingt auftauchen. Ich denke aber das gemeinsam jedes Problem gelöst werden kann!

Die größten Hindernisse ein Bürohund zu werden:

  1. Hundehaarallergie: Wenn auch nur eine Person aus eurem Arbeitsumfeld unter einer Hundehaarallergie leidet und euer Hund nicht zufällig für Hundeallerigker geeignet ist, so wird das Vorhaben einen Bürohund zu halten nicht möglich werden.
  2. Chef oder Kollegen sind dagegen: Viele Menschen mögen Hunde und andere Tiere. Aber auch Leute, die eine Abneigung vielleicht durch ein früheres negatives Erlebnis haben, können sich dagegen entscheiden. Diese Position muss man natürlich respektieren.
  3. Hund bellt während Telefonaten: Das kann ein No Go sein und an der Professionalität der Firma kratzen. Mir persönlich wäre es egal und ich würde es sogar als sympathisch und Menschlich empfinden, andere Personen könnten aber darauf negativ reagieren.
  4. Nicht ausreichende Erziehung: Ein Kunde betritt den Raum und der Bürohund begrüßt den Neuankömmling gleich als erstes. Auch das kann von vielen Leuten positiv, aber auch von manchen negativ gewertet werden. Ständiges Futterbetteln oder Zerstören und Zerkauen von Büromöbeln dürfen natürlich auch nicht passieren. Der Hund sollte daher eine Grunderziehung genossen haben und abrufbar sein.
  5. Falscher Ort: Arbeitsstelle ist nicht gleich Arbeitsstelle. Das trifft für viele Büros zwar zu, jedoch prüft den Ort genau bezüglich Lautstärke und was dort vor sich geht. In einer Druckerei oder Maschinenproduktion, wo täglich es sehr laut ist, sollte sich der Hund nicht unbedingt aufhalten.

Die Vorteile ein Bürohund zu sein!

Wenn ich als Hund nicht gerne alleine bin, und viele Menschen mag, dann kommt es für mich definitiv in Frage ein Bürohund zu werden. Als Hund bin ich ein soziales Wesen, das gerne überall da ist, wo mein Rudel oder Herrchen auch gerade hingeht. Von morgens bis abends in der Wohnung zu hocken und täglich zu warten bis mein Besitzer heimkommt kann auf Dauer sehr eintönig und fad werden. Im Büro hingegen werde ich täglich mit neuen Gerüchen und Sinneseindrücken konfrontiert. Auch mit neuen Situationen lerne ich jeden Tag aufs Neue umzugehen. Dies macht mich selbstbewusster und souveräner und letztendlich auch sozial verträglicher in der großen weiten Menschenwelt!

Die berühmtesten Bürohunde

Hier meine Top drei der berühmtesten Bürohunde von Amazon, Facebook und sogar dem weißen Haus!

Rufus: Obwohl für Amazon rund 1500 Bürohunde arbeiten war Rufus wohl der Berühmteste des Konzerns. Ihm wurde sogar eine eigene Seite auf Amazon gewidmet: Amazonseite

Beast: Ist der Hund von Familie Zuckerberg. Seine eigene Facebook Seite seht ihr hier: Facebookseite

Bo: Bo ist der Hund der Familie Obama und wohnte bis zuletzt im weißen Haus. Hier geht es zum Wikipediaeintrag.

Bürohund Aktionstag „Kollege Hund

Der nächste Aktionstag „Kollege Hund“ ist übrigens am 29.06.2017. Der Deutsche tierschutzverband e.V. suchen mit dem Sponsor Pedigree tierfreundliche Utnernehmen. Zudem werden Aktionen in Firmen mit örtlichen Tierschutzvereinem veranstaltet Hier geht es zur letztjährigen Pressemeldung des Deutschen Tierschutzverbandes e.V.

Hier geht es zur Pressemeldung!

Job mit Bürohund finden?

Wer speziell einen Job mit Bürohund sucht kann durch das Tool des Bundesverbandes für Bürohund e.V. eine Suche einleiten. Dort werden Firmen mit Bürohund aufgelistet.

Hier geht es zum Tool!

Fazit:

Ein Bürohund ist der beste Angestellte am Arbeitsplatz mit Wau und Wuff Effekt. Vorausetzung ist natürlich, dass Tier und Mensch sich gleichermaßen mit dieser Situation wohlfühlen. Auch sollte für neue Bürohunde, die sich zudem im Welpenalter befinden eine schrittweise Eingewöhnungszeit in die neue Umgebung einführen. Die positiven Eigenschaften auf Unternehmen und einzelne Angestellte sind deutlich messbar. Also noch heute zum Chef mit einer Pro und Contra Liste und das Thema Bürohund ansprechen – denn fragen kostet nichts. 😀

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